3 GROSSE CARTONS. 2 KLEINE ZIMMER. EIN SCHNELLER ENTSCHLUSS.

1978. Strasbourg
Junge Französin (nennen wie sie Liliane) und junger Landsmann beginnen an der Hotelfachschule das Studium der Gastronomie. Beschnuppern sich oberflächlich und drehen gelangweilt ab. Wegen mangelnder Disziplin wird dem jungen Mann (gespielt von Vincent) vom Institut empfohlen, sich dringend in einem anderen Metier zu versuchen. Er verschwindet spurlos nach Berlin, stellt seine gesamte Habe in zwei Kartons in einer winzigen Wohnung ab und verdingt sich – zunächst für niedere Dienste – aber immerhin im legendären Sterne-Restaurant „Maître“ von Henry Levy.

Schnitt:
Nähe Checkpoint Charlie, 5.00 Uhr (morgens), Vincent kommt – unterstellen wir mal: von der Arbeit – die Friedrichstraße herauf und läuft gegen einen dritten Karton, den eine gewisse Liliane (Sie erinnern sich noch? Genau: das junge Ding, das wir schon aus Strasbourg kennen!) vor sich her aus einer Seitenstraße balanciert. Gut: Franzosen müssen zusammenhalten, also werden die drei Kartons zusammenziehen: Die Geschichte nimmt ihren Lauf!
Achja: Vorher wird noch geheiratet... soviel Zeit muss sein.

Das soll ein gutes Drehbuch sein? Ganz ohne Hilfe von Louis Malle oder François Truffaut, den Avantgardisten der Neuen Welle des französischen Films? Oder jedenfalls Eric Rohmer für ein Happyend?

Contenance, mes amis! Die Geschichte ist doch noch gar nicht zu Ende... man kann jeden Abend eine Fortsetzung sehen. Im „Le Moissonnier“ – mitten in Köln,
PLZ 50670, Krefelder Straße 25.

Platzreservierung unter 0221 – 72 94 79 dringend empfohlen.